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Ratgeber Bulimie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für Bulimiker?

Der erste Schritt zu einer Therapie ist, dass Betroffene sich selbst eingestehen, dass sie der Hilfe bedürfen und mit ihrer Erkrankung aus der häufig gepflegten Isolation und Heimlichkeit heraustreten. Je eher der Schritt zu einer Therapie ins Auge gefasst wird, desto größer ist die Chance, die Bulimie zu überwinden. Grundsätzlich kann die Behandlung vier Elemente umfassen: zum einen die medizinische Betreuung, z. B. zunächst über den Hausarzt und dann ggf. durch einen Facharzt (je nach Verfassung des Patienten ambulant oder stationär), die Behandlung im Rahmen einer Psychotherapie, eine Ernährungsberatung sowie die Selbsthilfe.

Mit einem solchen kombinierten Behandlungsansatz können sowohl die Ursachen analysiert und berücksichtigt als auch das alltägliche (Ess-)Verhalten modifiziert werden. Die Patienten sollen dabei lernen, wieder ein normales Körpergefühl zu entwickeln und zu festen Zeiten klar definierte Nahrungsmengen/-mittel zu sich zu nehmen. Ernährungsberater bieten Unterstützung und weisen Betroffenen den Weg zu zurück zu einem normalen, gesunden Essverhalten. Zur Unterstützung der Behandlung können z. B. auch Antidepressiva eingesetzt werden.

In Selbsthilfegruppen können Bulimiker mit Gleichbetroffenen über ihre vielfältigen Sorgen und Nöte und ihre Erfahrungen mit der Erkrankung sprechen. Hier können sie ihre soziale Isolation und die oft gepflegte Heimlichkeit überwinden, da alle anderen Gruppenteilnehmer die Probleme ebenfalls kennen. Dies kann eine Verbundenheit schaffen, die sich positiv auf die Gefühlswelt der Betroffenen und auf das Durchhalten einer Therapie auswirken kann.
Zudem gibt es Beratungsstellen, die sich insbesondere mit den Problemen von Menschen mit Essstörungen befassen und die weitergehende Hilfestellungen erteilen. Wichtige Unterstützung auf dem Weg zu einer gesünderen Selbstwahrnehmung und einem angemesseneren Umgang mit sich selbst können auch Familie und Freunde bieten.

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Bulemie-News von Curado.de

  • Junge Frauen haben am häufigsten Essstörungen 09.02.2012
    Fünfmal mehr Frauen als Männer leiden in Deutschland unter Störungen im Essverhalten. Dies hat eine repräsentative Studie der Universität Leipzig gezeigt. Dazu zählen zum Beispiel die Ess-Brech-Störung (Bulimia Nervosa) oder Magersucht (Anorexia Nervosa).